Auriga-Tomate: Geschichte, Anbau und Geschmack der leuchtend orangen Stabtomate
Die Auriga-Tomate ist eine bekannte, frühreife Stabtomate mit auffällig orangefarbenen Früchten, die sich besonders für Freiland-Anbau und frischen Genuss eignet. In diesem Artikel erfahren Sie Herkunft, Sorteigenschaften, Anbau- und Pflegetipps sowie Verwendungs- und Lagerhinweise — alles, was Sie für erfolgreiche Ernten der Auriga-Tomate brauchen.
Die Auriga-Tomate (Suchbegriff: auriga tomate) hat sich als robuste, aromatische Salat- und Stabtomate etabliert. Wer eine ertragreiche, platzfeste Sorte mit auffälliger orangefarbener Färbung sucht, trifft mit dieser Sorte eine gute Wahl. Im folgenden Ratgeber finden Sie Herkunftsinfos, detaillierte Anbautipps und praktische Hinweise zur Pflege, Ernte und Verwendung.
Herkunft und Sortenbeschreibung
Die Sorte stammt aus der ehemaligen DDR und wurde vermutlich in Quedlinburg von Dr. Martin Stein gezüchtet; sie kam um 1980 in den Handel. Auriga ist eine alte, bewährte Stabtomate (indeterminant), die bis heute in Saatgutkatalogen und im Fachhandel zu finden ist (Tomatenjunkie, Quedlinburger Saatgut).
Typische Merkmale:
- Fruchtfarbe: leuchtendes Orange bis orange-rot
- Fruchtform: rund bis leicht kugelig
- Fruchtgewicht: ca. 60–80 g (je nach Standort)
- Aroma: würzig-fruchtig, süß-säuerliche Note
- Wuchs: Stab- bzw. Ranktomate, Wuchshöhe bis 1,5–2 m
- Eigenschaften: frühreifend, platzfest, relativ krankheitsresistent
Warum Auriga-Tomaten anbauen?
- Freilandtauglichkeit: Gut für offenem Beet und Balkonkübel geeignet; sie braucht weniger Schutz vor Regen als empfindlichere Sorten (Plantura).
- Frühe Erträge: Liefert früh reifende Früchte, oft schon im Juli.
- Vielseitigkeit: Eignet sich für Salate, Sandwiches, Rohverzehr und leichte Verarbeitung.
Saat und Pflanzung – Schritt für Schritt
- Aussaat: Innen ab Februar bis April in Anzuchtschalen bei 18–22 °C. Saattiefe 0,5–1 cm.
- Keimung: Nach 7–14 Tagen erscheinen Keimlinge; mit Licht versorgen, aber Zugluft vermeiden.
- Pikieren: Sobald die ersten echten Blätter erscheinen, in größere Töpfe pikiert werden (Einzelpflanzen 8–10 cm Töpfe).
- Abhärten: Anfang Mai schrittweise an Außenbedingungen gewöhnen (1–2 Wochen).
- Pflanztermin: Nach den Eisheiligen (Mitte/Ende Mai) ins Freiland oder ins Tomatenhaus setzen. Abstand 50–70 cm, Reihenabstand 70–90 cm.
Pflege während der Saison
Gute Kulturführung verbessert Ertrag und Gesundheit der Pflanzen:
- Stützen: Stab oder Tomatenspalier verwenden; Auriga ist eine echte Stabtomate und braucht Führung.
- Ausgeizen: Sogenannte Geiztriebe entfernen (bei Führung als eintriebige Pflanze), damit die Kraft in die Früchte geht.
- Gießen: Gleichmäßig, morgens und möglichst bodennah. Unregelmäßige Wasserversorgung kann zu Blütenendfäule (Blossom End Rot) führen.
- Dünger: Start mit einem stickstoffbetonten Dünger für kräftiges Wachstum, später auf einen phosphor-kaliumbetonten Dünger umstellen, wenn die Blüten erscheinen.
- Belüftung: Für gute Luftzirkulation sorgen, um Pilzkrankheiten vorzubeugen.
Schädlinge und Krankheiten
Die Sorte gilt als vergleichsweise robust und platzfest, dennoch können typische Tomatenprobleme auftreten:
- Spinnmilben, Blattläuse: Mit Wasserstrahl, Nützlingen oder insektiziden Seifen bekämpfen.
- Blattflecken, Mehltau: Auf gute Luftzirkulation und trockenes Blattwerk achten.
- Spätfäule (Phytophthora infestans): Vorbeugend mit Abstand kultivieren und befallene Blätter sofort entfernen; bei Freilandanbau auf resistente Sorten und Fruchtfolge achten.
- Blütenendfäule: Durch gleichmäßige Bodenfeuchte und ausreichende Calciumversorgung vermeiden.
Ernte und Lagerung
Erntezeit beginnt früh bis mittlere Saison, abhängig von Standort und Klima. Auriga-Früchte reifen gleichmäßig und sind platzfest — sie lassen sich gut schneiden und transportieren. Ernte idealerweise bei voller Farbe (leuchtend orange) für besten Geschmack. Lagerung: kühl (nicht kalt) und trocken, bei 10–15 °C halten sie sich einige Tage; im Kühlschrank verlieren sie an Aroma.
Verwendung in Küche und Verarbeitung
Das würzig-fruchtige Aroma macht die auriga tomate ideal für frische Salate, bunte Tomatenplatten, Sandwiches und als Snack. Wegen der festen Schale eignen sich die Früchte auch gut zum Mitnehmen und für Verkauf auf Märkten. Für Soßen eignet die Sorte sich weniger als sehr fleischige Tomaten, dafür bringt sie Frische und Süße in Rohkostgerichte.
Bezugsquellen und Sortenpflege
Auriga-Samen sind bei vielen Saatgutanbietern erhältlich. Beispiele und weiterführende Infos finden Sie bei Tomatenjunkie, Plantura oder Quedlinburger Saatgut. Beim Kauf auf samenfeste, biologisch geprüfte Ware achten, wenn Sie eigene Samen gewinnen möchten.
Kurze Pflege-Checkliste für Hobbygärtner
- Saat: Innen Feb–Apr, pikiert und abgehärtet ins Freiland nach den Eisheiligen
- Standort: sonnig, windgeschützt
- Abstand: 50–70 cm, einstämmig halten
- Gießen: regelmäßig, bodennah, morgens
- Düngen: Start stickstoffreich, später kaliumreich
- Ernte: voll ausgefärbt, kühl lagern
Fazit: Die auriga tomate ist eine zuverlässige, optisch auffällige und geschmacklich vielseitige Sorte — ideal für Hobbygärtner, die früh und reichlich orangefarbene Früchte ernten möchten. Mit einfachen Pflege-Regeln und etwas Stützarbeit liefert sie über die Saison konstante Ergebnisse.
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