Cherokee Lime Stripes: Die gestreifte Tomate für Garten, Geschmack und Farbe
Die Cherokee Lime Stripes ist eine auffällige, zweifarbige Fleischtomate, die durch ihr leuchtend grünes bis gelbliches Fruchtfleisch mit Streifen besticht. In diesem Beitrag erfahren Sie Herkunft, Eigenschaften, Anbau‑Tipps und Verwendungsmöglichkeiten – alles, was Hobbygärtner und Genießer über diese Sorte wissen sollten.
Herkunft und Zucht
Die Sorte stammt aus den USA und ist eine Weiterentwicklung von grünen, gestreiften Sorten wie Cherokee Green und Green Zebra. Der Züchter Bill Jeffers wird häufig mit der Entstehung der Cherokee Lime Stripes in Verbindung gebracht; die Sorte kombiniert klassische Cherokee‑Eigenschaften mit markanten Streifen und einer hellgrünen Grundfarbe.
Aussehen, Fruchtform und Reife
Diese Sorte fällt durch ihre mehrfarbige Optik auf: die Früchte sind meist abgeflacht bis leicht gerippt, mit einer Basisfarbe von hellgrün bis limonengelb und dunkleren Streifen oder Marmorierung. Je nach Standort und Ausreifung können die Farben intensiver werden. Die Früchte werden als Fleischtomaten beschrieben – dickes, saftiges Fruchtfleisch, mehrere Fruchtkammern und eine angenehme Struktur, ideal zum Aufschneiden.
Geschmack und Verwendung
Cherokee Lime Stripes überzeugt durch ein ausgewogenes Aroma: frisch, leicht säuerlich‑fruchtig mit aromatischen Nuancen, die an klassische alte Sorten erinnern. Verwendet wird sie:
- als Aufschnitt für Brot und Teller
- im Salat, dort als optischer Blickfang
- für Caprese‑Varianten mit Mozzarella und frischen Kräutern
- gelegentlich leicht angebraten oder in lauen Tomaten‑Gerichten
Pflanzencharakteristik und Wuchs
Die Pflanzen wachsen in der Regel kräftig und erreichen eine Höhe von etwa 1,5–2 m; deswegen eignen sie sich gut als Stabtomate und benötigen regelmäßig eine stabile Anbindung. Cherokee Lime Stripes ist meist unbeständig (indeterminant), bildet also fortlaufend neue Triebe und Früchte über mehrere Wochen.
Anbau und Pflege – Praxis‑Tipps
Für einen erfolgreichen Anbau beachten Sie folgende Punkte:
- Aussaat: Ende Februar bis Mitte April in Töpfen oder Anzuchtkästen, je nach Region. Keimtemperatur 20–24 °C.
- Abhärten: Pflanzen ab Mitte Mai schrittweise an Außentemperaturen gewöhnen (abhärten) und erst nach den letzten Frösten ins Freiland setzen.
- Pflanzung: Abstand 50–80 cm, tief pflanzen fördert zusätzliche Wurzelbildung.
- Standort: Sonnig, nährstoffreicher, gut durchlässiger Boden; im Kübel große Töpfe und regelmäßige Düngung.
- Stützen und Ausgeizen: Stab, Seil oder Tomatenkäfig empfohlen; ausgeizen je nach gewünschter Pflanzengröße (bei starker Fruchtfolge nur schwach auslichten, um Ertrag zu sichern).
- Gießen und Düngen: Gleichmäßige Wasserversorgung vermeiden Blattflecken und Rissbildung; organischer Tomatendünger oder Kompost zur Blüte/Fruchtbildung.
Saat, Verfügbarkeit und Sortenvarianten
Die Cherokee Lime Stripes ist bei vielen Saatgut‑ und Gemüseversendern erhältlich; Händler und Saatgutshops listen die Sorte regelmäßig. Beliebte Bezugsquellen sind unter anderem Händler wie Tomatenjunkie, Kleverhof oder spezialisierte Anbieter wie Tomaten‑Bohnen‑Pfirsich. Auch Videos und Erfahrungsberichte auf Plattformen wie YouTube geben praktische Hinweise zur Kultur.
Krankheiten, Schädlinge und typische Probleme
Wie viele alte und bunte Sorten zeigt Cherokee Lime Stripes keine besondere Resistenz gegenüber allen Krankheiten. Wichtige Hinweise:
- Tomatenfäule (Phytophthora): gute Belüftung, Fruchtfolge und fungizide Maßnahmen bei Risiko;
- Blattflecken und Braunfäule: auf gleichmäßige Bewässerung achten;
- Schädlinge wie Blattläuse oder Weiße Fliege: natürliche Feinde fördern, bei Bedarf gezielte Maßnahmen;
- Blütenendfäule: gleichmäßige Wasserversorgung und ausreichende Kalziumversorgung.
Ernte und Lagerung
Ernten Sie die Früchte, wenn die Grundfarbe klar erkennbar ist und sich die Streifen deutlich abzeichnen; je nach Einsatz können Sie Früchte leicht unreif schneiden, dann bei Raumtemperatur nachreifen lassen. Frisch geerntet hält die Tomate einige Tage bis zu einer Woche kühl und trocken; lange Lagerung ist nicht ihr Vorteil – sie entfaltet ihr Aroma am besten frisch.
Rezepte und Serviervorschläge
Die optische Besonderheit macht diese Tomate ideal für Gerichte, bei denen Aussehen wichtig ist:
- Tomaten‑Tarte mit Ziegenkäse
- Caprese mit Basilikum und gutem Olivenöl
- gemischte Tomatensalate mit bunten Sorten
- gegrillte Tomatenscheiben als Beilage
Kurze FAQ
Ist Cherokee Lime Stripes samenfest?
Ja, es handelt sich in der Regel um eine samenfeste, nicht-hybride Sorte – samen können zur eigenen Vermehrung genutzt werden.
Für welche Regionen geeignet?
Geeignet für gemäßigte Klimazonen; in kühleren Gebieten empfiehlt sich der Anbau im Gewächshaus oder frühzeitiges Vorziehen.
Ist die Tomate krankheitsanfällig?
Wie viele traditionelle Sorten ist sie moderat anfällig – gute Standortwahl, Abstand und Pflege reduzieren Probleme.
Fazit
Die Cherokee Lime Stripes ist eine lohnende Sorte für Hobbygärtner, die Wert auf Farbe, Aroma und eine besondere Optik legen. Mit etwas Pflege liefert sie attraktive, aromatische Früchte, die sich hervorragend frisch verwenden lassen. Wer exotische Optik im Gemüsegarten mag, findet in dieser Sorte eine sehr reizvolle Alternative zu Standard‑Roten.
Weiterführende Infos und Bezugsquellen finden Sie bei den im Artikel verlinkten Spezialanbietern und Saatguthändlern.
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