Sind Margeriten bienenfreundlich? Alles, was Sie über die beliebte Blume wissen müssen
Margeriten sind beliebte Gartenblumen, die für ihre Schönheit und einfache Pflege geschätzt werden. Aber sind Margeriten auch bienenfreundlich? In diesem Artikel erfahren Sie alles über die Beziehung zwischen Margeriten und Bienen, welche Arten besonders wertvoll sind und wie Sie Ihren Garten bienenfreundlicher gestalten können.
Margeriten und Bienen: Eine blühende Freundschaft?
Margeriten sind ein Blickfang in jedem Garten. Doch bieten sie auch Nahrung für Bienen? Die Antwort ist: Ja, aber es gibt Unterschiede! Während einige Züchtungen wenig Pollen und Nektar bieten, sind Wildformen wie die Wiesen-Margerite (Leucanthemum vulgare) eine wertvolle Nahrungsquelle für Bienen und andere Insekten.
Welche Margeriten sind besonders bienenfreundlich?
Nicht alle Margeriten sind gleich, wenn es um ihre Bienenfreundlichkeit geht. Hier ein Überblick:
- Wiesen-Margerite (Leucanthemum vulgare): Diese heimische Wildform ist ein echtes Bienenbuffet. Sie bietet reichlich Pollen und Nektar und unterstützt die heimische Insektenvielfalt.
- Bunte Margerite (Leucanthemum coccineum): Auch diese Margeritenart ist bei Bienen beliebt und trägt zur Artenvielfalt im Garten bei.
- Strauchmargerite (Agyranthemum frutescens): Wie alle Korbblütler bieten auch Strauchmargeriten Bienen Nahrung.
Warum sind Margeriten für Bienen wichtig?
Bienen benötigen Pollen und Nektar als Nahrungsgrundlage. Pollen dient als Proteinquelle für die Aufzucht der Brut, während Nektar Energie in Form von Zucker liefert. Margeriten, insbesondere die Wiesen-Margerite, bieten eine wertvolle und oft regionale Nahrungsquelle für Wildbienen und Honigbienen.
Vorsicht bei Züchtungen
Viele moderne Margeriten-Züchtungen sind auf üppige Blüten und lange Blütezeiten optimiert. Dabei wurde oft der Fokus auf die Produktion von Pollen und Nektar vernachlässigt. Gefüllte Blüten, bei denen die Staubgefäße in Blütenblätter umgewandelt wurden, bieten Bienen beispielsweise kaum Nahrung.
So machen Sie Ihren Garten bienenfreundlicher
Auch wenn nicht alle Margeriten gleich bienenfreundlich sind, können Sie mit einigen einfachen Maßnahmen Ihren Garten zu einem Paradies für Bienen und andere Insekten machen:
- Pflanzen Sie heimische Wildblumen: Ergänzen Sie Ihre Margeriten mit anderen bienenfreundlichen Pflanzen wie Lavendel, Salbei, Natternkopf oder Blaukissen.
- Verwenden Sie ungefüllte Sorten: Wählen Sie Margeriten-Sorten mit einfachen, ungefüllten Blüten, die Bienen leicht zugänglich sind.
- Verzichten Sie auf Pestizide: Chemische Pflanzenschutzmittel schaden nicht nur Schädlingen, sondern auch nützlichen Insekten wie Bienen.
- Schaffen Sie Nistmöglichkeiten: Bieten Sie Wildbienen Nisthilfen in Form von Insektenhotels oder Totholzstrukturen an.
- Sorgen Sie für Wasser: Stellen Sie eine flache Schale mit Wasser und Steinen auf, damit Bienen trinken können, ohne zu ertrinken.
Die Wiesen-Margerite im Detail
Die Wiesen-Margerite (Leucanthemum vulgare) ist eine mehrjährige Pflanze, die zur Familie der Korbblütler gehört. Sie ist in Europa heimisch und wächst auf Wiesen, Weiden und an Wegrändern. Die Wiesen-Margerite blüht von Mai bis Oktober und ist eine wichtige Nahrungsquelle für Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten.
Weitere Vorteile der Wiesen-Margerite
- Robust und pflegeleicht: Die Wiesen-Margerite ist anspruchslos und kommt mit wenig Pflege aus.
- Vielseitig verwendbar: Die Blüten können für Dekorationen, Salate oder als essbare Garnitur verwendet werden.
- Heilwirkung: In der Volksmedizin wird die Wiesen-Margerite bei verschiedenen Beschwerden eingesetzt.
Fazit: Margeriten können bienenfreundlich sein!
Ob Margeriten bienenfreundlich sind, hängt von der jeweiligen Sorte ab. Während Züchtungen mit gefüllten Blüten wenig Nutzen für Bienen haben, sind Wildformen wie die Wiesen-Margerite eine wertvolle Nahrungsquelle. Mit der richtigen Auswahl und ein paar zusätzlichen Maßnahmen können Sie Ihren Garten in ein Bienenparadies verwandeln und einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Insektenvielfalt leisten.