Strohblume & Bienen: Welche Strohblumen wirklich bienenfreundlich sind und wie du sie pflanzt
Strohblumen (Helichrysum) sind beliebte, langlebige Blütenwunder im Garten und als Trockenblumen. Doch wie bienenfreundlich sind sie wirklich? In diesem Artikel erfährst du, welche Strohblumen-Arten Bienen anziehen, welche Sorten du vermeiden solltest und wie du mit wenigen Maßnahmen mehr Nektar- und Pollenangebote für Wild- und Honigbienen schaffst.
Kurzer Überblick: Strohblume und Bienen – passt das zusammen?
Das Keyword „strohblume bienen“ stellt eine wichtige Frage: nicht alle Strohblumen sind gleich gut für Bienen. Wildarten wie Helichrysum arenarium (Sand-Strohblume) oder Duft- bzw. Currykraut (Helichrysum italicum) bieten oft Nektar und Pollen für Insekten. Viele Gartenformen von Helichrysum bracteatum hingegen wurden als Zierpflanzen gezüchtet; bei stark gefüllten Sorten ist der Nektar für Bienen schwer erreichbar.
Welche Strohblumen-Arten sind bienenfreundlich?
- Helichrysum arenarium (Sand-Strohblume): Eine heimische Wildform, die echte Pollen- und Nektarquellen für Wildbienen bietet. Sie blüht im Sommer und wird von verschiedenen Wildbienen geschätzt. (Siehe weiterführende Infos: NaturadB - Helichrysum arenarium.)
- Helichrysum italicum (Currykraut / Italienische Strohblume): Duftend, mehrjährig/halb-immergrün in milden Lagen; die kleinen Blütenstände werden von Bienen und Hummeln besucht. (Mehr dazu: Bienennutzgarten.)
- Einzelblütige Sorten von Helichrysum bracteatum: Bei den einjährigen Garten-Strohblumen lohnt sich die Wahl einfacher, ungefüllter Sorten — dort sind Insekten besser an Nektar und Pollen herankommen.
Welche Strohblumen eher meiden?
Viele moderne Zuchtformen mit stark gefüllten Blüten sehen prachtvoll aus, sind aber für Bienen weniger nützlich. Doppelte Blüten verbergen oft die echten Blütenstände, sodass Pollen und Nektar nicht erreichbar sind. Quellen zur Garten-Strohblume weisen darauf hin, dass manche Sorten kaum von Insekten genutzt werden (NaturadB - Helichrysum bracteatum, Nachhaltige Gartengestaltung).
Praktische Pflanztipps für bienenfreundliche Strohblumen
Wenn du Strohblumen pflanzt, um Bienen zu unterstützen, beachte diese Punkte:
- Sortenwahl: Entscheide dich für heimische oder wildnahe Arten (z. B. H. arenarium) oder für einfache, ungefüllte Zuchtformen.
- Standort: Sonnig und gut durchlässiger Boden. Viele Helichrysum-Arten bevorzugen trockene bis mäßig trockene, steinige Böden.
- Aussaat & Pflanzzeit: Einjährige Strohblumen (H. bracteatum) lassen sich leicht aus Samen ziehen — ab März im Haus vorkultivieren oder ab Mai ins Freiland. Mehrjährige Arten wie H. italicum werden oft als Jungpflanzen gesetzt.
- Pflege: Wenig düngen, da nährstoffarme Böden oft bessere Aroma- und Blütenbildung geben. Gut drainierter Boden verhindert Wurzelfäule.
- Pflanzengesellschaft: Kombiniere Strohblumen mit anderen nektarreichen Pflanzen (Lavendel, Salbei, Thymian, Sonnenhut), um ein längeres Blühangebot zu schaffen.
- Verzicht auf Pestizide: Keine Insektizide oder systemischen Pflanzenschutzmittel verwenden — sie schaden Bienen direkt.
Wann blühen Strohblumen und wie lange bieten sie Nektar?
Einjährige Garten-Strohblumen blühen meist von Mitte/Ende Sommer bis zum Frost. Mehrjährige Arten können früher beginnen und mit geeigneter Standortwahl lange Blühphasen zeigen. Für Bienen ist eine lange und gestaffelte Blütezeit im Garten entscheidend: Eine einzelne Artenfläche hilft, aber in Kombination mit anderen Pflanzen entsteht ein kontinuierliches Nahrungsangebot.
Gute Kombinationen im bienenfreundlichen Garten
- Frühblüher (Weiden, Schneeglöckchen) für Saisonbeginn
- Stauden wie Salbei, Lavendel, Thymian und Echinacea für lang anhaltende Blüte
- Einjährige Sommerblumen (Ringelblume, Cosmea, Borretsch) als Lückenfüller und Pollenquelle
- Wildblumenmischungen mit heimischen Arten ergänzen
Spezielle Hinweise: Saatgut, Sorten und Trockenblumen
Beim Kauf achte auf die Sortenbeschreibung. Händler wie SamenDirekt bieten Mischungen an — suche gezielt nach "einfach blühend" oder "für Insekten". Für Trockensträuße sind Strohblumen ideal, aber getrocknet bieten sie keine Nahrung mehr; ihre Hauptrolle als Bienenspender ist vor dem Trocknen.
FAQ — Kurze Antworten
- Ist die Strohblume gut für Bienen? Ja, einige Arten und einfache Sorten sind bienenfreundlich. Gefüllte Zuchtformen weniger.
- Welche Strohblume soll ich wählen? Bevorzuge H. arenarium, H. italicum oder ungefüllte H. bracteatum-Sorten.
- Kann ich Strohblumen in Töpfen halten? Ja, in sonnigen, gut drainierten Kübeln gedeihen viele Sorten.
Weiterführende Links und Quellen
- NaturadB: Garten-Strohblume und Sand-Strohblume — Artenportraits (H. bracteatum, H. arenarium).
- Wildbienenwelt: Hinweise zu Helichrysum-Arten und Wildbienenbesuch (H. arenarium).
- Gärtnerische Tipps zu Anbau und Sorten: SamenDirekt, HeyLittleGreen.
Fazit — Strohblume und Bienen: Gute Kombination mit Bedacht
Das Thema "strohblume bienen" lässt sich so zusammenfassen: Ja, Strohblumen können Bienen unterstützen — wenn du die richtigen Arten und Sorten auswählst und sie in einen bienenfreundlichen Pflanzplan integrierst. Vermeide stark gefüllte Zuchtformen, sorge für sonnige Standorte und kombiniere Strohblumen mit anderen nektarreichen Pflanzen. So leistest du einen wertvollen Beitrag für Honig- und Wildbienen in deinem Garten.