Storchschnabel (Geranium) für Bienen: So wird dein Garten zur summenden Oase
Storchschnäbel (Gattung Geranium) gehören zu den zuverlässigsten Bienenweiden im Staudenbeet. Sie blühen lange, sind pflegeleicht und locken Honig- wie Wildbienen an. In diesem Artikel erfährst du, welche Arten besonders wertvoll sind, wann sie blühen, wie du sie richtig pflanzt und pflegst — und welche Fehler du vermeiden solltest.
Storchschnabel (Geranium) ist ein Sammelbegriff für zahlreiche mehrjährige Stauden, die im Beet, in Rabatten und in naturnahen Gärten eingesetzt werden. Für Bienen sind viele Arten und Sorten eine verlässliche Nektar- und Pollenquelle. Die Pflanzen sind nicht nur hübsch anzusehen, sie unterstützen auch die lokale Insektenfauna — von Honigbienen über Hummeln bis zu vielen Wildbienenarten.
Welche Storchschnabel-Arten sind besonders bienenfreundlich?
- Wiesen-Storchschnabel (Geranium pratense) – weit verbreitet, blüht üppig von Mai bis August; guter Nektar- und Pollenlieferant. Siehe auch Bienenroute.
- Wald-Storchschnabel (Geranium sylvaticum) – kommt in schattigeren, feuchteren Lagen gut zurecht und wird von Bienen gern besucht. Mehr Infos: NaturaDB.
- Balkan-Storchschnabel (Geranium macrorrhizum) – wintergrün, duftende Blätter, wird häufig von Honig- und Wildbienen genutzt.
- Geranium rozanne & Züchtungen – moderne Züchtungen blühen oft sehr lange und sind ausgezeichnete Bienenweiden im Staudenbeet.
- Stinkender Storchschnabel (Geranium robertianum) – wild wachsend, von Insekten genutzt (Infoseite: Bienenroute).
Warum lieben Bienen Storchschnäbel?
- Leichter Zugang zu Nektar: Die Blüten vieler Geranium-Arten sind offen und für verschiedene Bienenarten zugänglich.
- Lange Blühdauer: Viele Sorten blühen über Wochen bis Monate und überbrücken Blühlücken im Garten.
- Pollen & Nektar: Sie liefern beides — wichtig für Brutversorgung und Energiebilanz der Bienen.
- Vielfalt: Unterschiedliche Arten blühen zu unterschiedlichen Zeiten und bieten so eine Staffelung der Ressourcen.
Welche Bienen profitieren besonders?
Storchschnäbel werden von Honigbienen, Hummeln und zahlreichen Solitärbienenarten besucht. Während Honigbienen häufig Nektar und Pollen sammeln, nutzen größere Hummeln auch tiefer gelegene Blüteninhalte. Kleine Wildbienen freuen sich über offene Blüten, die leichten Zugang erlauben.
Pflanz- und Pflege-Tipps für bienenfreundliche Storchschnäbel
- Standortwahl: Die meisten Arten mögen sonnige bis halbschattige Plätze. Wald- und schattentolerante Arten (z. B. G. sylvaticum) gedeihen auch im lichteren Schatten.
- Boden: Gut durchlässig, humos; einige Arten tolerieren mäßig feuchte Böden besser als sehr trockene Substrate.
- Pflanzzeit: Frühjahr oder Herbst für Stauden; Samen können in naturnahen Flächen ausgesät werden (z. B. G. pratense).
- Mischpflanzungen: Kombiniere Storchschnäbel mit anderen bienenfreundlichen Stauden (Salbei, Lavendel, Katzenminze, Phlox), um die Blühzeit zu verlängern.
- Schnitt & Pflege: Entferne verwelkte Blüten, um neue Blütenbildung zu fördern; viele Arten treiben nach einem Rückschnitt nach und blühen erneut.
- Verzicht auf Pflanzenschutzmittel: Keine Insektizide oder systemische Pestizide verwenden — sie schaden bestäubenden Insekten. Nutze mechanische oder biologische Methoden bei Problemen.
Pflanzideen und Gestaltung
Storchschnäbel eignen sich für:
- Staudenrabatten als Begleiter zu Rosen — viele Sorten verdecken Fußzonen und reduzieren Unkraut.
- Wilderen Ecken oder Bienenwiesen als Teil von naturnahen Pflanzungen.
- Stein- und Trockenmauern (bei trockenheitsverträglichen Arten wie G. macrorrhizum).
Welche Fehler vermeiden?
- Zu enge Bepflanzung ohne Blühstaffelung — dann fehlen Nahrungsreserven zu bestimmten Zeiten.
- Radikaler Rückschnitt während der Hauptblüte — so verlieren Bienen Nahrungsquellen.
- Verwendung von Insektiziden oder nektarschädlichen Mitteln in der Nähe der Blühpflanzen.
Weiterführende Quellen und Bezugsquellen
- Informationen zu Arten: NaturaDB – Geranium sylvaticum.
- Übersicht zu Nektar- und Pollenwerten: Bienenroute – Geranium pratense.
- Praxisberichte und Anbau: Deutschland summt – Storchschnäbel.
Fazit: Storchschnäbel sind eine einfache, effektive und ästhetische Möglichkeit, Bienen dauerhaft Nahrung in deinem Garten anzubieten. Mit der richtigen Auswahl an Arten und einfachem Pflegemanagement kannst du die Blühzeit verlängern und verschiedenen Bestäubern wertvolle Ressourcen bieten. Pflanze mehrere Arten und überdeckende Blühphasen — so wird dein Garten zur echten Bienenweide.
Wenn du magst, nenne mir Standort (Sonne/Schatten, Bodenart) und ich schlage dir konkrete Arten oder Sorten vor, die bei dir am besten gedeihen.