Erdbeeren späte Sorte: Die besten späten Sorten und wie Sie sie erfolgreich anbauen
Späte Erdbeersorten verlängern die Erntesaison und liefern süße Früchte, wenn die frühen Sorten schon vorbei sind. In diesem Artikel erfahren Sie, welche späten Erdbeeren empfehlenswert sind, wie Sie sie pflanzen, pflegen und ernten – plus praktische Tipps zu Krankheitsschutz, Lagerung und Verwendung.
Was bedeutet „späte Sorte“ bei Erdbeeren?
„Späte Sorte“ beschreibt Erdbeersorten, die im Vergleich zu frühen oder mittelfrühen Sorten später reifen – meist im Hoch- bis Spätsommer. Diese Sorten sind oft einmaltragend (einmalige Haupternte), einige kultivierte Züchtungen liefern aber auch spät im Jahr noch gute Erträge. Mit späten Sorten lässt sich die Erdbeersaison gezielt verlängern.
Beliebte späte Erdbeersorten
Hier eine Auswahl bewährter, in Deutschland häufig angebotener späte Sorten:
- Malwina – bekannt für großen Fruchtansatz, gute Lagerfähigkeit und intensive Farbe; beliebt in Direktvermarktung.
- Symphony – süßer Geschmack und gleichmäßige Fruchtgröße, gut resistent gegen manche Krankheiten.
- Cadenza – gute Partienleistung, aromatisch.
- Ravellia / Zappa – moderne Züchtungen mit stabilen Erträgen.
- Tenira, Florence, Vima / Xima – Handelsnamen, die häufig als späte Sorten angeboten werden.
- Mieze Schindler – eigentlich eine kleinere, aromatische Sorte; es gibt späte Kulturformen.
Viele Anbieter wie Plantura, Kaack oder spezialisierte Erdbeerhändler listen aktuelle Züchtungen und Eigenschaften – ein Blick auf Sortimentseiten hilft bei der Sortenauswahl (Plantura, Kaack).
Worauf achten bei der Sortenwahl?
- Reifezeitpunkt: Genau prüfen, ob die Sorte wirklich in Ihren Klimabedingungen spät reift.
- Geschmack: Manche späten Sorten sind aromatischer, andere eher für Transport und Lagerung gezüchtet.
- Widerstandsfähigkeit: Resistenzen gegen Mehltau, Grauschimmel (Botrytis) oder Bodenkrankheiten wie Verticillium sind wünschenswert.
- Nutzung: Frischverzehr vs. Verarbeitung – das beeinflusst die ideale Sorte.
Standort, Boden und Pflanzzeit
Späte Sorten gedeihen am besten an einem vollsonnigen, windgeschützten Platz. Optimal ist ein humoser, gut durchlässiger Boden mit leicht saurem bis neutralem pH-Wert (pH 5,5–6,5).
- Bodenverbesserung: Vor dem Pflanzen kompostieren, Sand bei schweren Böden beimischen.
- Pflanzzeit: Einmaltragende späte Sorten werden oft im Frühjahr gepflanzt (je nach Sorte auch Herbst möglich). Setzen Sie Pflanzen so, dass die Kronen nicht vergraben sind.
- Abstand: Reihenabstand 60–80 cm, Pflanzenabstand 25–40 cm – genug Platz für Luft- und Lichtzufuhr.
Pflegetipps für eine reiche Spät-Ernte
- Wässern: Regelmäßig, besonders bei Fruchtbildung. Tropfbewässerung spart Wasser und reduziert Blattnässe.
- Düngen: Vor dem Austrieb organischen Dünger geben; während der Saison sparsam stickstoffbetont ergänzen, um zu üppiges Blattwachstum zu vermeiden.
- Mulchen: Stroh oder Rindenmulch reduziert Unkraut, hält die Früchte sauber und schützt vor Bodenspritzern.
- Ausläufermanagement: Bei einmaltragenden Sorten Ausläufer entfernen, um Kraft in die Fruchtproduktion zu lenken. Bei Vermehrungswunsch gezielt einige Ausläufer bewurzeln.
Krankheiten und Schädlinge
Späte Sorten sind nicht immun gegen typische Probleme. Wichtige Maßnahmen:
- Botrytis (Grauschimmel): Gute Luftzirkulation, reduzierte Blattnässe, zeitnahe Ernte und Entfernung befallener Früchte.
- Erdbeermehltau: Widerstandsfähige Sorten wählen und befallene Blätter entfernen.
- Schnecken & Vögel: Frühnetze, Schneckenzäune, Mulchmanagement und Ernteabdeckung helfen.
- Bodenpathogene: Fruchtfolge (kein Obst an gleicher Stelle), zertifiziertes gesundes Pflanzgut kaufen.
Ernte, Lagerung und Verwendung
Späte Erdbeeren reifen oft gleichmäßig; sammeln Sie reife, kräftig rote Früchte am Morgen. Für beste Qualität:
- Nur vollständig reife Früchte ernten.
- Kühl und trocken lagern; im Kühlschrank kurz haltbar (2–4 Tage).
- Für länger Haltbares: einfrieren, einkochen (Marmelade) oder trocknen.
Tipps für Balkon & Kübel
Späte Sorten eignen sich auch für Töpfe, sofern das Gefäß groß genug ist (mind. 20–30 l). Achten Sie auf hochwertige Kübelpflanzenerde, regelmäßiges Gießen und Düngen. Ampelpflanzen oder spezielle Balkon-Erdbeeren ergänzen die Auswahl.
Fazit
Mit der richtigen späten Sorte lassen sich die Erdbeerfreuden deutlich verlängern. Wählen Sie eine Sorte, die zu Ihrem Klima und Verwendungszweck passt, sorgen Sie für guten Boden, richtige Pflege und Schutz vor Krankheiten – dann sind Aromafülle und Ertrag gesichert. Weitere Informationen zu Sorten und Bezugsquellen finden Sie bei spezialisierten Anbietern und Gartenportalen wie Plantura oder lokalen Nutzpflanzenzüchtern.
Haben Sie eine Lieblingssorte oder Fragen zu einer bestimmten Pflanze? Schreiben Sie gern einen Kommentar – ich helfe bei Auswahl und Problemen mit dem Anbau.