20 zauberhafte Echeveria‑Arten: beliebte Sorten, Herkunft und Pflege
Echeverien gehören zu den beliebtesten Sukkulenten für Wohnung, Balkonkasten und Steingarten. In diesem Artikel lernst du die bekanntesten Arten kennen, erfährst, worauf es bei Standort und Pflege ankommt, und wie du erfolgreich vermehrst — kompakt und praxisnah.
Die Gattung Echeveria umfasst rund 150 bis 200 Arten sowie zahllose Hybriden und Kultivare. Ihre attraktiven Rosettenblätter, die oft in Pastell- oder kräftigen Farbtönen erscheinen, machen sie zu Stars in Sammlungen und modernen Pflanzgefäßen. Im Folgenden findest du eine Übersicht der wichtigsten Arten, Pflegetipps, Vermehrungsmethoden und Hinweise zu typischen Problemen.
Kurze Merkmale und Herkunft
Echeverien stammen überwiegend aus Mexiko und Mittelamerika. Typisch sind kompakte, symmetrische Rosetten aus fleischigen Blättern, die Wasser speichern — ideal für trockene Standorte. Blüten erscheinen an Stielen, meist glockenförmig und in Farben von Weiß über Rosa bis Orange.
Beliebte Echeveria‑Arten und Sorten
Hier eine Auswahl häufiger Arten und bekannter Sorten mit kurzer Beschreibung:
- Echeveria elegans – die klassische „Mexikanische Kaktusrose“, bläulich‑grüne Rosetten, kompakt.
- Echeveria agavoides – spitze, dicke Blätter, oft rot gesäumt; erinnert an eine kleine Agave.
- Echeveria gibbiflora – größere Rosetten, kräftige Blütenstände, robust.
- Echeveria pulidonis – zierliche, dichte Rosetten mit rötlicher Blattkante.
- Echeveria pulvinata – „Flauschige“ Sorte mit behaarten Blättern, dekorativ.
- Echeveria runyonii – zartblau bis grau, oft in Hängekultur verwendet.
- Echeveria derenbergii – stärkere, graue Blätter; verträgt etwas Kälte.
- Echeveria lilacina – flache, graulila Rosetten, sehr dekorativ.
- Hobby‑Favoriten (Hybriden) – „Perle von Nürnberg“, „Lola“, „Black Prince“ und viele mehr, die Farbe, Form und Größe variieren.
Standort: Licht, Temperatur und Luft
Echeverien benötigen viel helles Licht, ideal sind sonnige Fensterplätze oder ein Platz auf dem Balkon mit Morgen- oder Abendsonne. Bei zu wenig Licht wachsen sie hoch und verlieren die kompakte Rosettenform (Etiolation). Typische Anforderungen:
- Helles, sonniges Fenster (Süden, Westen) oder ein helle Balkonstellung.
- Im Sommer 20–30 °C, im Winter kühlere Ruhephase bei 5–12 °C förderlich.
- Gute Luftzirkulation verhindert Fäulnis und Schädlingsbefall.
Substrat und Umtopfen
Verwende ein durchlässiges Substrat: spezielles Kakteenerde oder eine Mischung aus normaler Blumenerde, grobem Sand und Perlit/Blähton. Staunässe ist die häufigste Todesursache. Töpfe mit Drainagelöchern sind Pflicht.
- Umtopfen alle 1–2 Jahre, sobald die Rosette den Topf ausfüllt oder das Substrat ausgezehrt ist.
- Im Frühjahr umtopfen, um Wachstum und Erholung zu ermöglichen.
Gießen und Düngen
Echeverien speichern Wasser in den Blättern; daher gilt: lieber selten, aber gründlich. Die Faustregel ist: Substrat vollständig austrocknen lassen, dann durchdringend gießen und überschüssiges Wasser abfließen lassen.
- Sommer: alle 1–2 Wochen, je nach Topfgröße und Temperatur.
- Winter: deutlich weniger, oft nur alle 4–8 Wochen während der Ruhephase.
- Düngen sparsam: während der Wachstumszeit (Frühling–Sommer) ein schwacher Kakteendünger alle 4–6 Wochen.
Vermehrung: Blattstecklinge, Ableger, Samen
Die unkomplizierteste Methode ist die Blattvermehrung. Auch Ausläufer (Ableger) und Samen sind möglich.
- Blattstecklinge: Gesundes Blatt vorsichtig abdrehen, 1–3 Tage trocknen lassen, auf durchlässiges Substrat legen. Nach einigen Wochen bilden sich Wurzeln und kleine Rosetten.
- Ableger: Viele Arten bilden Stamm‑ oder Seitenausläufer, die sich leicht abtrennen und neu eintopfen lassen.
- Samen: Erfordert mehr Zeit und Geduld; Wartezeit bis zur ersten Rosettenbildung kann Monate dauern.
Häufige Probleme und Schädlinge
Die Hauptprobleme sind Überwässerung und Lichtmangel. Weitere typische Sorgen:
- Wurzelfäule: Ursache meist Staunässe; kranke Pflanzen sofort aus dem Substrat nehmen, faule Wurzeln schneiden und trocknen lassen.
- Mehltau/Schimmel: Vor allem bei hoher Luftfeuchtigkeit und schlechter Belüftung. Blätter trocknen lassen, befallene Teile entfernen.
- Schädlinge: Schmier- und Wollläuse (Wollläuse/Cochenilles) — mit Alkoholabstrich, systemischen Mitteln oder Nützlingen bekämpfen.
- Etiolation: Längliche, schwache Triebe durch Lichtmangel; an helleren Standort stellen und ggf. teilen/neu topfen.
Pflege nach Jahreszeit
Frühjahr: Wachstum beginnt — umtopfen, leicht düngen und regelmäßiger gießen. Sommer: sonnig, mäßig gießen. Herbst: Gießmenge reduzieren. Winter: Ruhephase mit kühler, trockener Haltung und kaum Wasser.
Weiterführende Links und Quellen
Für eine vollständige Artenliste und wissenschaftliche Details lohnt sich die Wikipedia‑Seite: Echeverien – Wikipedia. Für praktische Pflegeanleitungen sind Magazine und Pflanzenportale hilfreich, z. B. Plantura.
Fazit
Echeveria‑Arten sind ideale Begleiter für alle, die pflegeleichte und optisch ansprechende Pflanzen suchen. Mit dem passenden Standort, durchlässigem Substrat und zurückhaltendem Gießen bleiben die Rosetten kompakt und gesund. Wer verschiedene Arten und Hybriden sammelt, kann mit Farbe, Form und Blütezeit spielen — perfekt für Fensterbank, Balkonkästen oder dekorative Pflanzgefäße.