Tigertomate: Gestreifte Sorten, Anbau & Verwendung – So gelingt die Ernte
Die Tigertomate überrascht mit auffälliger Marmorierung, fruchtigem Geschmack und großer Sortenvielfalt. In diesem Ratgeber erfährst du, welche Tigertomaten es gibt, wie du sie richtig anbaust und worauf du bei Ernte und Verwendung achten solltest.
Was ist eine Tigertomate?
Unter dem Begriff Tigertomate werden Tomatensorten mit gestreifter oder marmorierter Schale zusammengefasst. Die Streifen können grün, gelb, orange, rosa oder rot sein und bilden oft ein attraktives Muster auf der Frucht. Beispiele sind Green Zebra (häufig auch „Grüne Tiger“), Pink Tiger oder Sibirian Tiger. Tigertomaten gibt es als kleine Cocktail-, Flaschen- oder größere Salattomaten; Geschmack und Reifeverhalten variieren je nach Sorte.
Beliebte Sorten
- Green Zebra (Grüne Tiger) – grünlich-gelbe Früchte mit grünen Streifen, kräftig säuerlich-aromatisch; ideal für Salate.
- Pink Tiger – orange-pinke Marmorierung, fruchtig-süßer Geschmack, oft als Flaschentomate.
- Sibirian Tiger – ungewöhnliche rosa bis violette Schulter mit dunkleren Streifen, alte Sorte mit besonderer Optik.
- Tiger (rot-grün gestreift) – kleine bis mittelgroße Früchte, vielseitig verwendbar.
Wenn du dich weiter informieren möchtest, findest du Porträts und Sortenbeschreibungen z. B. bei Plantura oder Tomaten.de.
Geschmack und Verwendung
Tigertomaten unterscheiden sich geschmacklich je nach Sorte: Viele haben eine ausgewogene Süße mit moderater Säure, andere sind intensiver aromatisch und fast exotisch im Duft. Kleine Cocktail-Tigertomaten eignen sich roh im Salat oder als Snack, größere Sorten lassen sich gut für Saucen, Ofengerichte oder zum Trocknen verwenden. Optisch sind sie ideal für bunte Teller und Salatvariationen.
Anbau – Standort und Substrat
Tigertomaten werden wie andere Tomaten angebaut, mit ein paar Besonderheiten:
- Standort: sonnig und windgeschützt, mindestens 6–8 Stunden Sonne täglich.
- Substrat: gut drainierende, humose Erde mit leicht saurem bis neutralem pH (6,0–7,0). In Töpfen hochwertige Tomaten- oder Gemüseerde verwenden.
- Temperatur: Keimung bei 18–25 °C, später warm (20–25 °C Tag, nicht unter 12 °C nachts).
Aussaat, Pikieren und Auspflanzen
- Aussaat: Februar–März drinnen (je nach Region). Saat 0,5–1 cm tief.
- Pikieren: bei echten Keimblättern in größere Töpfe pikiere n und tief einsetzen (Tomaten bilden Wurzeln an der vergrabenen Stängelbasis).
- Abhärten: junge Pflanzen 7–10 Tage an kühleren Tagen nach draußen stellen (aber vor Frost schützen).
- Auspflanzen: ab Mitte Mai (Frost vorbei) ins Beet oder ins Gewächshaus setzen; Abstand 40–60 cm je nach Wuchshöhe.
Pflege: Gießen, Düngen und Ausgeizen
- Gießen: regelmäßig, gleichmäßig, Staunässe vermeiden. Mulchen hilft bei Feuchterhaltung.
- Düngen: ausgewogener Tomatendünger oder Kompost; bei Fruchtansatz kaliumbetonte Düngung unterstützen Aroma und Festigkeit.
- Ausgeizen: bei rankenden Stabtomaten Seitentriebe entfernen oder als Zweittrieb leiten; buschige Sorten bleiben meist ungeschnitten.
Krankheiten und Schädlinge
Tigertomaten sind anfällig für die gleichen Probleme wie andere Tomaten:
- Blattkrankheiten (z. B. Kraut- und Braunfäule) – Vorbeugen durch Abstand, Luftzirkulation, resistente Sorten und trockene Blattoberflächen.
- Blattläuse, Weiße Fliege, Spinnmilben – bei Befall natürliche Feinde fördern, bei starkem Befall mit geeigneten biologischen Mitteln behandeln.
- Blütenendfäule – durch unregelmäßige Wasserversorgung; gleichmäßiges Gießen und ausreichende Calciumversorgung helfen.
Ernte und Lagerung
Ernte je nach Sorte, sobald die Früchte farblich ausgeprägt sind und sich aromatisch anfühlen. Viele Tigertomaten reifen ungleichmäßig, deshalb einige Früchte mit leichter Verfärbung ernten und nachreifen lassen. Frisch geerntet halten Tomaten 1–2 Wochen bei kühlen (12–15 °C), nicht zu feuchten Bedingungen. Tomaten nicht im Kühlschrank lagern – das drückt Aroma.
Gourmet-Tipps & Verwendung
- In Scheiben geschnitten auf Sandwiches und Caprese-Varianten bringen Tigertomaten Farbe und Geschmack.
- Für Saucen zuerst im Ofen langsam rösten – das Aroma intensiviert sich.
- Als bunte Beilage bei Buffets oder Salaten sind Tigertomaten ein Hingucker.
Woher Samen und Pflanzen?
Samen und Jungpflanzen findest du bei spezialisierten Samenversendern und Pflanzenmärkten. Achte bei Samen auf Sortenbezeichnungen (z. B. 'Green Zebra', 'Pink Tiger', 'Sibirian Tiger') und ob es sich um F1-Hybriden oder samenfeste Sorten handelt. Samenfestes Saatgut eignet sich für Saatgutgewinnung im folgenden Jahr; F1-Hybriden bieten oft hohe Ertragssicherheit, lassen sich aber nicht sortenecht weitervermehren.
Praktische Anbautipps für beste Erträge
- Pflanze nicht zu früh ins Freie – kühle Nächte hemmen das Wachstum.
- Verwende Stäbe oder Tomatenspiralen für gute Luftzirkulation rund um die Pflanze.
- Ernte regelmäßig: Das fördert neuen Fruchtansatz.
- Probiere mehrere Sorten: Geschmack und Reifezeit variieren stark.
Fazit
Die Tigertomate ist mehr als nur ein optischer Blickfang: Mit der richtigen Sorte und etwas Pfleg e liefert sie aromatische Früchte für Salate, Saucen und kreative Gerichte. Ob du als Stadtgärtner in Töpfen oder im Hochbeet anbaust – gestreifte Tomaten lohnen sich für Hobbygärtner, die Vielfalt und Geschmack schätzen.
Mehr Informationen und Sortenportraits findest du unter anderem bei Plantura und Tomaten.de. Viel Erfolg beim Anbau deiner eigenen Tigertomaten!
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