Heu zweiter Schnitt: Alles, was Sie über Grummet wissen müssen
Sie fragen sich, was der Unterschied zwischen Heu vom ersten und zweiten Schnitt ist? Oder ob Heu vom zweiten Schnitt, auch Grummet genannt, für Ihr Tier geeignet ist? Hier finden Sie alle Antworten rund um das Thema Heu zweiter Schnitt.
Heu zweiter Schnitt: Alles, was Sie über Grummet wissen müssen
Heu ist ein wichtiger Bestandteil der Ernährung vieler Nutztiere, insbesondere von Pferden, Rindern und Kleintieren wie Kaninchen und Meerschweinchen. Dabei gibt es verschiedene Arten von Heu, die sich in Schnittzeitpunkt, Zusammensetzung und Nährwert unterscheiden. Eine wichtige Unterscheidung ist die zwischen Heu vom ersten und zweiten Schnitt. Dieser Artikel befasst sich detailliert mit dem Heu des zweiten Schnitts, auch bekannt als Grummet oder Emd.
Was ist Heu zweiter Schnitt (Grummet)?
Heu zweiter Schnitt, oft auch als Grummet oder Emd bezeichnet, ist das Heu, das nach dem ersten Schnitt im Frühjahr oder Frühsommer gewonnen wird. Der zweite Schnitt erfolgt in der Regel im Spätsommer oder Frühherbst, abhängig von den klimatischen Bedingungen und dem Graswachstum.
Unterschiede zum ersten Schnitt
Der Hauptunterschied zwischen dem ersten und zweiten Schnitt liegt in der Zusammensetzung und den Nährwerten:
- Halme: Heu des zweiten Schnitts hat in der Regel feinere Halme als das des ersten Schnitts.
- Proteingehalt: Grummet enthält oft mehr Proteine, da das Gras jünger ist und sich noch im Wachstum befindet.
- Rohfasergehalt: Der Rohfasergehalt ist tendenziell geringer, da jüngeres Gras weniger Rohfaser enthält.
- Aromatischer: Viele Tierhalter empfinden den zweiten Schnitt als aromatischer und schmackhafter für ihre Tiere.
Vorteile von Heu zweiter Schnitt
Heu zweiter Schnitt bietet einige Vorteile gegenüber dem ersten Schnitt:
- Höherer Nährwert: Durch den höheren Proteingehalt ist es besonders für Tiere geeignet, die einen erhöhten Bedarf an Proteinen haben, wie z.B. tragende oder säugende Tiere und Jungtiere.
- Bessere Verdaulichkeit: Der geringere Rohfasergehalt macht das Heu leichter verdaulich, was besonders für ältere Tiere oder Tiere mit Verdauungsproblemen von Vorteil sein kann.
- Appetitanregend: Der aromatischere Geschmack kann dazu beitragen, dass das Heu besser von den Tieren angenommen wird.
Für welche Tiere ist Heu zweiter Schnitt geeignet?
Grummet ist vielseitig einsetzbar und eignet sich für verschiedene Tierarten:
- Pferde: Besonders für Pferde mit Zahnproblemen oder Verdauungsstörungen kann der zweite Schnitt eine gute Wahl sein. Allerdings sollte man auf den Fructangehalt achten, insbesondere bei Hufrehe-gefährdeten Pferden.
- Kaninchen und Meerschweinchen: Als Strukturfutter ist der zweite Schnitt gut geeignet, da er die Verdauung fördert und für eine gute Zahnabnutzung sorgt.
- Rinder: Auch für Rinder kann Grummet eine wertvolle Ergänzung zur Futterration sein, insbesondere wenn es um die Versorgung mit Proteinen geht.
Worauf sollte man beim Kauf achten?
Beim Kauf von Heu zweiter Schnitt sollten Sie auf folgende Punkte achten:
- Qualität: Das Heu sollte trocken, sauber und frei von Schimmel oder Staub sein.
- Geruch: Ein angenehmer, aromatischer Geruch ist ein Zeichen für gute Qualität.
- Farbe: Eine grüne Farbe deutet auf einen höheren Nährwert hin.
- Herkunft: Informieren Sie sich über die Herkunft des Heus und die Anbaubedingungen.
Heu zweiter Schnitt und Fructan
Ein wichtiger Aspekt, der bei der Fütterung von Heu, insbesondere bei Pferden, berücksichtigt werden muss, ist der Fructangehalt. Fructan ist ein Zucker, der im Gras gespeichert wird und bei empfindlichen Pferden, insbesondere bei Hufrehe-gefährdeten Tieren, zu Problemen führen kann.
Generell kann der Fructangehalt im Heu je nach Grasart, Wetterbedingungen und Schnittzeitpunkt variieren. Bei sonnigem Wetter und kühlen Nächten kann der Fructangehalt im Gras steigen. Es ist ratsam, Heu von einem vertrauenswürdigen Lieferanten zu beziehen und gegebenenfalls eine Heuanalyse durchführen zu lassen, um den Fructangehalt zu bestimmen.
Fazit
Heu zweiter Schnitt, oder Grummet, ist eine wertvolle Ergänzung zur Futterration vieler Nutztiere. Mit seinem höheren Nährwert und der besseren Verdaulichkeit kann es besonders für Tiere mit speziellen Bedürfnissen von Vorteil sein. Achten Sie beim Kauf auf Qualität und Herkunft, und berücksichtigen Sie den Fructangehalt, insbesondere bei der Fütterung von Pferden. So können Sie sicherstellen, dass Ihre Tiere optimal versorgt sind.